Wiederwahl oder Mandatsverlust? Erfolgreich werden in der Politik!
00:00:03: Ich bin Sandra Wassermann und ich habe meine Leidenschaft für Politik und die Menschen in meiner Heimat bis ins Parlament getragen.
00:00:11: Der Weg dorthin hat mir gezeigt, dass du all deine Träume verwirklichen kannst wenn du für deinen Mitbürger einstehst.
00:00:42: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Podcast-Episode.
00:00:47: Es ist in den letzten Wochen so vieles passiert und bei so vielen Momenten habe ich mir einfach nur gedacht, das wäre jetzt wirklich Stoff für eine neue Podcast-Folge.
00:00:58: Also Material gibt es noch genug.
00:01:01: Vieles davon wandert aber auch in mein Buch – Ich schreibe schon eifrig an den nächsten Kapiteln!
00:01:09: Eines ist geschlossen, Gott sei Dank positiv geschlossen.
00:01:13: Nämlich das Kapitel meiner Masterarbeit.
00:01:16: Endlich das Studium abgeschlossen und mit ausgezeichnetem Erfolg kann ich sagen dass wieder ein großes Lebenskapitel abgeschlossen wurde.
00:01:26: Voller Freude spreche ich also heute diese neue Podcast Episode ein!
00:01:31: Und es ist eine Folge zum Thema Aufmerksamkeit.
00:01:35: ist Wertschätzung Wasserhändi, ein besonderer Stift und eine Regierungssitzung die ich in den vergangenen Wochen erlebt habe miteinander zu tun haben.
00:01:47: das erfährst du jetzt in dieser neuen Podcastfolge.
00:01:51: Schön dass Du wieder dabei bist!
00:01:53: Ich nehme dich spontan mit in ein Thema das gerade ganz frisch behandelt wurde Weil ich es heute wieder erlebt habe, wie stark sich die politische Kultur nicht nur im großen Reden oder Beschlüssen oder Pressekonferenzen zeigt.
00:02:11: Sondern... Die politische Kultur zeigt sich in ganz kleinen Dingen!
00:02:16: In einem Blick, in einem Handy, in ein Stift, in einer Frage.
00:02:22: da zeigt sich die Politische Kultur.
00:02:25: Die Frage lautet bin ich wirklich bei der Sache?
00:02:30: Ja, genau darüber möchte ich heute und jetzt mit dir sprechen.
00:02:34: Ihr habt inzwischen mehr als hundert Staatsennahrtssitzungen erlebt.
00:02:38: wahrscheinlich werden es einhundert dreißig, einhundertvierzig sein dazu noch die ganzen Gemeinderatssitzung.
00:02:45: aber bei der Staatsennahtssitzung da hat sich schon einiges verändert.
00:02:50: viele Gesichter haben sich verändert Viele Menschen sind gekommen und gegangen viele politische Konstellationen haben sich verändert.
00:02:59: Aber eins ist geblieben, die Verantwortung.
00:03:03: Denn wenn man in einer Sitzung sitzt entscheidet man nicht über Kleinigkeiten, man entscheidet über Projekte, über Millionenbeträge, über die Stadtentwicklung, über Infrastruktur und über die Zukunft unserer Stadt.
00:03:16: Und genau deshalb beschäftigt mich immer stärker diese Frage wie ernst nehmen wir eigentlich unsere eigene Verantwortung?
00:03:26: Bei einer der letzten Sitzungen ist es darum gegangen dass wir ein Thema besprochen haben, das eine sehr langfristige Auswirkung hat.
00:03:35: Ich habe zu diesem Thema einen Kollegen sinngemäß gefragt wie wirst du abstimmen?
00:03:41: Und die Antwort war – ich weiß es noch nicht!
00:03:44: Das entscheide ich spontan.
00:03:46: und dabei habe mir dann gedacht, wie kann man bitte bei so einem wichtigen Beschluss der Weite über die eigene politische Periode hinauswirkt, spontan
00:03:55: entscheiden?!
00:03:56: Natürlich darf man politisch unterschiedlicher Meinung sein.
00:03:59: Man kann auch eine Gegenstimme entwickeln, man kann dafür stimmen aber ich finde man sollte wissen warum.
00:04:06: und genau dort beginnt eben für mich die politische Verantwortung nicht beim Abstimmen sondern viel früher beim Lesen, beim Nachfragen, beim Vorbereiten, beim Verstehen.
00:04:17: Und damit komme ich schon zum Thema das mir in dieser Sitzung oder in diesen Sitzungen immer stärker auffällt, das Handy.
00:04:24: Wir alle benutzen unsere Smartphones – ich auch!
00:04:28: Es ist ein Arbeitsgerät, es ist perfekter Kalender, Nachrichtenzentrale, E-Mailkamera, Notizblock alles in einem.
00:04:36: aber ich glaube wir unterschätzen welche Botschaft ein Handy aussendet wenn man permanent damit spielt oder wenn man's auch permanent in der Hand liegen hat und ich habe dazu vor vielen Jahren eine Erfahrung gemacht die mich bis heute begleitet.
00:04:51: Von dieser Erfahrung möchte ich heute erzählen.
00:04:54: Ich war damals mit meiner lieben Freundin, der Claudia Heider in Hamburg.
00:04:58: Wir hatten eine wunderbare Zeit neben Kunst und Kultur.
00:05:02: Erinnere mich besonders an einen Besuch in einem Mont Blanc-Geschäft.
00:05:06: Es war das erste Mal dass ich als junges Mädchen also vor circa zwanzig Jahren In einem Montblanc- Geschäft war.
00:05:13: es war ganz etwas besonderes.
00:05:15: Ich habe verschiedene Schreibgeräte ausprobiert Füllfeder, Kugelschreiber Gehlschreiber, die Claudia hat damals zu mir gesagt, weißt du Sandra?
00:05:25: Der Jörg hat wichtige Dokumente immer mit einem besonderen Stift unterschrieben.
00:05:30: Es würde auch mir gut tun wenn Du auch so einen Stift hast.
00:05:35: Dieser Gedanke darf man gefallen!
00:05:37: Wenn man verschiedene Schreibgeräte, verschiedene Modelle Ausprobiert und am Ende habe ich mir tatsächlich mit meinem Erspaten einen Stift gekauft.
00:05:46: Es ist wohl das wertvollste Schreibgerät oder der wertvollsten Gehlschreiber, den ich je besessen habe und bis heute besitze.
00:05:55: Wir haben auch gerade wieder in der Hand gehabt um etliche Briefe zu unterschreiben!
00:06:00: Ja, ich benutze ihn bewusst für besondere Unterschriften.
00:06:03: Für wichtige Dokumente.
00:06:05: Für Anträge.
00:06:05: Für Dinge bei denen ich denke das ist jetzt etwas Besonderes.
00:06:10: dieser Stift ist für mich inzwischen mehr als ein Schreibgerät.
00:06:14: er ist ein Ritual und er erinnert mich daran dass besondere Dinge besondere Aufmerksamkeit verdienen.
00:06:21: Und genau auf diese Reise in Hamburg habe ich etwas zweites gelernt.
00:06:25: Wir waren essen, wir warten auf unser Essen und wir haben uns auch bei dieser Reise verschiedene Fast-Food Konzepte angeschaut.
00:06:32: Ich bin ja selbst auch Teil einer Franchise Kette und bei diesem Warten auf das Essen da habe ich wie selbstverständlich mein Handy zur Hand genommen ein paar Nachrichten beantwortet kurz etwas nachgeschaut vielleicht ein bisschen gescrawlt eigentlich nichts Besonderes gemacht und plötzlich hat die Claudia sehr direkt reagiert.
00:06:54: Sie hat zu mir gesagt, ist dir meine Gegenwart weniger wert?
00:06:58: Und ich kann mich noch ganz genau an den Moment erinnern.
00:07:01: Wir sind bei Beta-Bahne gesessen und dieser Satz hat gesessen weil sie recht hatte!
00:07:08: Wir hatten uns Zeit füreinander genommen um unsere Freundschaft zu pflegen um die Stadt zu erkunden.
00:07:13: wir saßen gemeinsam an diesem einen Tisch und trotzdem habe innerhalb von weniger Von wenigen Sekunden meine Aufmerksamkeit auf einen Bildschirm verlagert.
00:07:23: und seit diesem Moment sehe ich das Handy anders.
00:07:28: Ein Smartphone liegt nicht einfach nur von Tisch, es sendet auch eine Botschaft – Es sagt etwas Andere könnte jederzeit wichtiger sein als du!
00:07:37: Eine Nachricht an Anrufe einer E-Mail an Termin, irgendwas was gerade aufbobt und die Aufmerksamkeit bekommt, die eigentlich meinem Gegenüber gehört….
00:07:47: Und genau deshalb versuche ich heute bei wichtigen Gesprächen das Telefon wirklich wegzulegen, nicht offen auf dem Tisch liegen zu haben sondern es dort zu verstecken und zu verstaunen wo es niemand sieht.
00:08:00: Nicht nur lautlos, nicht nur mit dem Display nach unten, sondern ganz weg!
00:08:05: Denn die größte Wertschätzung, die wir einem Menschen schenken können ist oft nicht Geld, kein Geschenk oder ein Titel, sondern volle Aufmerksamkeit.
00:08:16: Und genau deshalb stört es mich im politischen Sitzungen so sehr, wenn Menschen permanent am Handy sind.
00:08:22: Natürlich gibt es Ausnahmen natürlich kann etwas dringend das passieren aber wenn die Sitzung nur mehr zum Hintergrundprogramm wird dann ist etwas verloren gegangen Denn dort sitzen wir nicht privat, dort vertreten wir Menschen.
00:08:35: Dort wird über Steuergeld entschieden.
00:08:38: Dort werden langfristige Weichen gestellt.
00:08:40: Dort geht es nicht darum irgendwie anwesend zu sein sondern darum wirklich da zu sein mit der Konzentration auch dazu sein und ich glaube das ist auch eine Führungsfrage.
00:08:52: Wenn ich meinem Gegenüber nicht zuhörere kann ich auch keine guten Entscheidungen treffen.
00:08:56: wenn ich eine Tagesordnung nicht kenne kann ich nicht seriös abstimmen.
00:09:01: Wenn ich meine Aufmerksamkeit ständig teile mit irgendjemandem im Raum oder auch per iPad, bei iPhone, per Smartphone dann fehlt irgendwann die Tiefe.
00:09:13: Politik wird dann hektisch oberflächlich reaktiv und vielleicht ist es genau das größte Problem unserer Zeit.
00:09:20: Wir sind überrollenreichbar aber nirgends wirklich präsent.
00:09:25: Deshalb habe mich für ein paar ganz einfache Regeln entschieden Und sie für mich entwickelt, die versuchte auch in meinem Rathaus-Team zu leben.
00:09:34: Wenn ich in einer wichtigen Besprechung bin – Handy weg!
00:09:38: Wenn jemand mit mir spricht … Zuhören!
00:09:41: Wenn ich abstimme… Wissen worüber?
00:09:43: Wenn ich etwas unterschreibe… Lesen….
00:09:46: Verstehen was ich unterschreibe und wenn ein Mensch vor mir sitzt dann soll er spüren dass er gerade meine volle Aufmerksamkeit besitzt.
00:09:55: Ich finde es spannend das zwei völlig unterschiedliche Dinge auf oder aus dieser Reise, dieser Hamburg-Reise heute noch so präsent sind.
00:10:05: Ein besonderer Stift und ein Satz über ein Handy.
00:10:09: der eine erinnert mich daran besondere Dinge verdienen, besondere Aufmerksamkeit.
00:10:14: Der andere erinnerte mich daran Besondere Menschen auch.
00:10:18: Meine drei klaren Erkenntnisse daraus.
00:10:22: Erstens Aufmerksamkeit ist eine Form von Respekt sollte normalerweise selbst erklären sein Ist es aber nicht?
00:10:29: Wer zuher zeigt, du bist mir wichtig.
00:10:31: Dieses Thema ist mir wichtig – diese Entscheidung ist mir important!
00:10:35: Zweitens Vorbereitung ist politische Verantwortung.
00:10:39: Spontane Entscheidungen mögen im Alltag vielleicht funktionieren, aber bei langfristigen politischen Beschlüssen wie zum Beispiel das Stadtentwicklungskonzept ist brauchen wir Fakten müssen nachdenken Haltung zeigen Rückfragen stellen.
00:10:53: Und drittens, die Technologie darf uns unterstützen aber nicht beherrschen.
00:10:58: Das gilt übrigens auch für die künstliche Intelligenz.
00:11:01: Das Handy ist ein Werkzeug, aber es darf nicht entscheiden wem oder was wir unsere Aufmerksamkeit schenken!
00:11:08: Ich nehme diese Folge heute so spontan auf weil genau diese Gedanken noch frisch sind und vielleicht ist es auch etwas das ich mir selbst immer wieder sagen muss und möchte Wir können nicht überall gleichzeitig sein Aber dort wo wir sind sollten wir wirklich sein.
00:11:25: Mit unserem Kopf, mit unserem Blick, mit der Aufmerksamkeit und manchmal erinnert mich das auch daran wenn ich den Gehschreiber aus Hamburg in der Hand halte.
00:11:35: Das erinnerte mich an diese Werte!
00:11:38: Und das sagt meiner lieben Freundin Claudia ist dir meine Gegenwart weniger wert?
00:11:43: Danke fürs Zuhören!
00:11:45: Das war eine neue Folge von Erfolgskandidaten und genau um das geht es um das aktive zuherren bin echt dankbar dass du dir die Folge bis zum Schluss angehört hast und vielleicht nimmst auch Du einiges aus diesem Podcast mit.
00:12:00: Und vielleicht auch einiges bei Deinem nächsten Gespräch vor.
00:12:04: Leg das Handy weg, schau dein Gegenüber an und sei für ein paar Minuten wirklich da!
00:12:11: Denn genau dort beginnt deine Wertschätzung.